Kybernetische Peak Oil Theorie
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Adam Schmidt
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
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Auf Einladung eines Forenmitgliedes möchte ich hier einen weiteren Ansatz anbringen.
Kybernetische Theorie des Ölpreises
Ich möchte hier eine Diskussion eröffnen, die eines der spannendsten Themen unserer Zeit erörtert: die Frage nach der Zukunft des Ölpreises. Diese wird, umso mehr wenn sie sich drastisch gestalten sollte, sowohl die ökonomischen Verhältnisse, als auch die Politik, sowie das ganz normale Alltagsleben von uns allen stark beeinflussen.
Es gibt schon einige Diskussionen zum Thema Öl. Diese möchte allerdings einen anderen thematischen Schwerpunkt setzen, indem nicht so sehr tagespolitische oder charttechnische Argumente ins Feld geführt werden, sondern vielmehr eine schlüssige Theorie für die zukünftige Entwicklung des Ölpreises dargelegt werden soll.
Diese soll die bekannten Zahlen und Theorien einbeziehen, um dann das Ganze Bild in der Methodik der Kybernetik zu integrieren.
Wesentlich hierfür ist zunächst eine Erörterung der "klassischen Peak-Oil-Theorie".
Ich beziehe mich dabei hauptsächlich auf die Autoren Campbell (Campbell, Colin J.. et al. Ölwechsel! München. 2007.Deutscher Taschenbuch Verlag.), Heinberg (Heinberg, Richard. The Party’s Over. München 2004. Riemann.).Leggett (Leggett, Jeremy. Peak Oil. Köln 2006. Kiepenheuer & Witsch).
Für das Verständniss des kybernetischen Ansatzes sollte man „Die Logik des Misslingens“ (Dörner, Dietrich. Die Logik des Misslingens. Reinbek bei Hamburg. 2003. Rowohlt.), einen Klassiker zum Umgang mit komplexen Systemen, wie der Ölmarkt eines ist, gelesen haben.
Es soll hier zu einem Wechselspiel von Darlegung des eigenen Ansatzes und Diskussion kommen.
(c) 2007 by Fabian Hasse
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Adam Schmidt
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
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Um einen inhaltlichen Rahmen zu setzen hier ein Überblick über die Kapitel:
Kapitel:
1. Die klassische Peak Oil Theorie.
1.1 Sichtweisen verschiedener Autoren.
1.2 Verschiedene Schätzungen von Peak Oil und dem Ende des Öls.
1.3 Plausibilität der Argumente
2. Gegenargument Unkonventionelle Öle.
2.1 Schätzungen verschiedener Autoren.
2.2 Gemitteltes Szenario bis 2045.
2.3 Verrechnung mit dem wahrscheinlichen Decline.
2.4 Bewertung der Zahlen und Szenarien.
3. Weiterer Blick. Die kybernetische Sichtweise auf den Ölpreis.
3.1 Grundlagen: Kybernetik und komplexes Problemlösen.
3.2 Angebot, Nachfrage, Preis, Politik, Ökonomie. Dynamik der vernetzten Variablen.
3.2 Eigene Szenarien für den zukünftigen Ölpreis, basierend auf dem kybernetischen Modell.
3.3 Fazit.
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Adam Schmidt
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 122
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Die Peak-Oil Theorie: Eine ganz heiße Geschichte, oder alles nur kalter Kaffee?
Ich war mir darüber zunächst selber nicht im Klaren. In zahlreichen Internetforen wird die Peak Oil Theorie diskutiert - und eigentlich immer geglaubt.
Zunächst war ich skeptisch und habe mir durch die Lektüre verschiedener Autoren - Campbell, Heinberg, Leggett, Soros - versucht ein eigenes Bild zu machen.
Kapitel 1. Die klassische Peak Oil Theorie.
1.1 Grundidee
Öl ist eine wichtige Grundressource unserer industrialisierten Welt. Sowohl für die Energiegewinnung als Heizstoff, für den Verkehr, als Schmierstoff, als Grundlage für die Kunststoffproduktion oder aber auch in der Landwirtschaft. (Heinberg. 2004)
Die ganze hochindustrialisierte westliche Zivilisation hängt somit vom Öl ab (Heinberg. 2004)
Öl ist jedoch ein fossiler Brennstoff, welcher nur in besonderen Phasen der Erdgeschichte entstanden ist und der überhaupt nur unter ganz besonderen geologischen Bedingungen entsteht (Leggett. 2006).
Öl braucht sehr lange für seine Entstehung und wird im Moment in einem Tempo abgebaut, welches im Vergleich rasend schnell ist. Eine Neubildung von Öl bräuchte Millionen Jahre. Kurz, wir verbrauchen das Öl, welches in Millionen Jahren entstanden ist in einem vergleichsweise winzigen Zeitraum.
Über diese Aussage besteht weitgehende Einigkeit bei allen Autoren.
Wann aber genau das Ende und der Höhepunkt der Ölförderung erreicht sein wird ist sehr viel mehr umstritten!
Das nicht ohne Grund, führen diese Annahmen doch zu sehr verschiedenen Konsequenzen!
Ist Öl, oder allgemeiner Energie, unlimitiert, wie einige Autoren tatsächlich argumentieren, so ist die Diskussion über PEAK-OIL tatsächlich "kalter Kaffee", also irrelevant.
Trifft das Szenario von Rückgang und Ende der Ölförderung ein, sind die Konsequenzen gravierend. Von einer radikalen Umstellung der Energiewirtschaft, einem brutalen Umbruch der Weltwirtschaft allgemein (Heinberg. 2004), bishin zu einem völligen Kollaps unserer energiebasierten Wirtschaft (Heinberg. 2004) reichen die Szenarien.
Beim zweiten und dritten der gerade genannten Szenarien werden schwerste politische Turbulenzen bishin zu einem Energieweltkrieg wahrscheinlich. Die Konsequenzen solcher Entwicklungen sind kaum abzusehen, könnten die Ereignisse doch eine fatale Eigendynamik entwickeln die vom Ölproblem ausgehend dieses noch zusätzlich eskaliert. Denkbar ist hier das Angreifen von Ölraffinerien, das versenken von Öltankern usw. als Teil einer militärischen oder ökonomisch-militärischen Strategie einzelner Staaten, mit entsprechenden Reaktionen der Gegenseite.
Mit einem Wort: eine große Ölkrise wäre kein Kaffeekränzchen.
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Adam Schmidt
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 122
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Cui bono (Wem zu Nutzen)? Wer lügt wann und warum?
Aufgrund der möglichen drastischen Konsequenzen ist die Diskussion über PEAK OIL durchaus auch von Interessen geleitet.
Doch wer lügt hier und warum?
Ölkonzerne geben womöglich falsche oder übermäßig optimistische Prognosen ab, um ihren Raubbau an einem Gut der Ganzen Menschheit zu beschönigen, dass in wenigen Jahren verpulvert wird.
Opec-Länder geben ihre Reserven falsch an, um ihre daran gekoppelten Förderquoten zu erhöhen.
Aber auch die Gegenseite ist kritisch zu betrachten. Autoren wie Heinberg - der einen kommenden Kollaps unserer Zivilisation durch das Öl behauptet und rät sich schon einmal mit Gartenbau zu befassen um demnächst nicht zu verhungern (Heinberg.2004) - geben womöglich bewusst düstere Prognosen ab, um die Auflagenzahl ihrer Bücher zu erhöhen. ( Was sich nicht beweisen lässt, aber nicht so ganz abwegig erscheint).
Titel wie "The party`s over" (Heinberg. 2004) oder "Die Ära der Fehlentscheidungen" (Soros. 2007) darf man zumindest als rhetorische Zuspitzung bewerten. Berechtigte oder unberechtigte Zuspitzungen?
Manche Schreiber in Peak-Oil-Foren blasen vielleicht auch nur deshalb ins Katastrophen-Horn, weil sie schon selber dick investiert sind.
Wer lügt wann und warum beim Öl?
Wem kann man überhaupt noch trauen, wen treibt kein Eigeninteresse?
Diese Fragen wären selber ein ganzes Buch wert, vielleicht mit dem Titel "Die Peak Oil Diskussion. Wer lügt wann und warum."
Aufgrund dieser Problematik sollte man den Quellen mit einer gesunden Skepsis begegnen und sich methodisch absichern.
Methodisch unverzichtbar scheint daher:
- Wo möglich immer verschiedene Autoren heranzuziehen.
- Kritisch zu bleiben, also Behauptungen auf ihre logische Schlüssigkeit hin zu prüfen.
- Wo man Zahlen hat auch mal selber zu rechnen, statt nur die Zahlen anderer Autoren Blind zu glauben.
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Adam Schmidt
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 122
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1.2 Verschiedene Schätzungen von Peak Oil und dem Ende des Öls.
Nachdem geklärt wurde, warum Öl überhaupt ausgehen kann und wieso das ökonomisch so relevant ist (Preisexplosion bei Nachfrageüberhang, zusätzlich stimuliert durch Panikkäufe und Schlimmeres), kommen wir nun dazu, wie verschiedene Autoren - Campbell, Heinberg, Leggett - den Verlauf von Peak Oil zeichnen.
Dazu muss man wissen oder berechnen, wie sie folgende Größen sehen:
- Die absolut vorhandenen Reserven weltweit ="EUR"
- Das aktuell vorhandene Öl
- Das bereits verbrauchte Öl
- Den Verbrauch pro Tag und Jahr
- Den (Welt -) Ölpeak
- Das Weltölende
- Den Öl- und Gas-peak
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Adam Schmidt
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
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Thesen zum Öl
Den Autoren sind ähnliche theoretische Annahmen zuzuschreiben, die die Frage nach PEAK OIL überhaupt erst entstehen lassen und die aus Verständnissgründen kurz vorweg genannt werden sollen, ohne sie ihrerseits bis ins Detail zu diskutieren. Die folgenden Thesen scheinen weitestgehend Konsens der 3 Autoren und bilden den Grund konkrete Berechnungen zu vollziehen.
Thesen zum Öl:
1. Öl ist limitiert.
2. Ölnachfrage steigt.
3. Die Förderung einzelner Ölquellen geschieht in einer einer Normalverteilung ähnlichen logistischen Funktion.
4. Die Aufsummierung aller Quellen eines Landes/ einer Region, ergibt ihrerseits wieder eine einer Normalverteilung ähnliche logistische Funktion.
5. Eine Normalfunktion hat einen Scheitelpunkt. Dieser ist "Peak Oil" für die Welt, entsprechend "Peak USA" oder "Peak einer Quelle X".
6. Den Peak der Förderung kann man schätzen, wenn man den Peak der Entdeckungen kennt. Wenn sich die Entdeckungen - und das über Jahre hinweg - gegen Null entwickeln kann man annehmen, dass man das Gesamtvolumen kennt und dieses bei steigender Förderung irgendwann auch abgebaut sein wird.
7. Der Verlauf der Weltendeckungen lässt auf einen starken Rückgang der Entdeckungen ab den 60`er Jahren schliessen.
8. Hubbert behauptete dies - einen Förderückgang aus einem beobachtbaren Entdeckungsmaximum erschliessen zu können - bereits in 1956 für die USA mit einer Prognose eines "USA Peaks" von etwa 1970, welcher eintraf.
9. Es gibt zahlreiche Regionen und Länder die gepeaked haben. Laut Leggett (2007) zum Bsp. die USA, Norwegen, Mexiko und das Vereinigte Königreich.
10. Die weltweiten Funde - der Entdeckungspeak - erreichten ihren Höhepunkt in den 60ern. Daraus kann man schliesssen, dass einige Jahrzehnte nach 1965 auch der weltweite Förderpeak kommen wird.
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Adam Schmidt
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Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 122
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Zusammenfassung:
Die Grundidee von Peak Oil ist relativ einfach.
Öl ist begrenzt. Der Verbrauch von Öl wächst jedoch mit der Weltwirtschaft. Daher wird irgendwann der Punkt kommen, wenn mehr gebraucht als gefördert werden kann und auch der Punkt, wo die Förderung trotz aller Bemühungen nicht mehr steigerbar ist.
Dies nennt man Peak Oil. Ab diesem Punkt werden - da die Nachfrage weiter wächst - Angebot und Nachfrage auseinanderfallen, da die Nachfrage überwiegt. Als Folge wird der Ölpreis explodieren.
Auch noch interessant scheint der Punkt des Ölendes, wenn man den Verbrauch linear fortschreibt.
Man kann argumentieren, dass dies- eine lineare Fortschreibung des Verbrauchs- falsch sei. Dennoch möchte ich diesen Punkt diskutieren, da der - möglicherweise fiktive - Zeitpunkt des letzten Öls ein guter Blickwinkel auf die Größenverhältnisse von Reserven und deren Verbrauch weltweit ist.
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Adam Schmidt
Teilnehmer

Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 122
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Bevor jetzt die Schätzungen der Autoren kommen noch ein bisschen was zur Veranschaulichung:
Hierzu:
3. Die Förderung einzelner Ölquellen geschieht in einer einer Normalverteilung ähnlichen logistischen Funktion.
4. Die Aufsummierung aller Quellen eines Landes/ einer Region, ergibt ihrerseits wieder in einer einer Normalverteilung ähnlichen logistischen Funktion.
5. Es gibt in dieser Funktion einen Scheitelpunkt. Dieser ist "Peak Oil" für die Welt, entsprechend "Peak USA" oder "Peak einer Quelle X".
Graphik 1
Ich habe etwas vereinfacht. Eine einer Normalverteilung ähnlichen logistischen Funktion müsste es eigentlich korrekt heißen.
Man sieht in obiger Grafik erstem Teil in jedem Fall, wie eine einzelne Ölquelle ihren Höhepunkt erreicht und überschreitet.
In der zweiten Grafik sieht man dann, wie sich einzelne Quellen aufsummieren zu einer Gesamtfunktion mit Spitze.
Ob für die Welt oder einzelne Regionen ist dabei eigentlich egal.
Beachten muss man jedoch, dass es sich um idealtypische Annahmen handelt. Daher: es kann sein, dass bei verschiedenen Verläufen der Weltwirtschaft verschieden Formen von Funktion zustande kämen.
Bei einer sehr langsam wachsenden Weltwirtschaft etwa eine sehr flache Funktion, bei einer sehr schnell wachsenden Weltwirtschaft eine sehr steile Funktion usw..
Noch ein paar ergänzende Bilder:
Hierzu:
6. Den Peak der Förderung kann man schätzen, wenn man den Peak der Entdeckungen kennt. Wenn sich die Entdeckungen - und das über Jahre hinweg - gegen Null entwickeln kann man annehmen, dass man das Gesamtvolumen kennt und dieses bei steigender Förderung irgendwann auch abgebaut sein wird.
aber auch hierzu:
7. Der Verlauf der Weltendeckungen lässt auf einen starken Rückgang der Entdeckungen ab den 60`er Jahren schliessen.
und hierzu:
10. Die weltweiten Funde - der Entdeckungspeak - erreichten ihren Höhepunkt in den 60ern. Daraus kann man schliessen, dass einige Jahrzehnte nach 1965 auch der weltweite Förderpeak kommen wird.
Gibt folgend Grafik Aufschluss:
Bildbeschreibung: Ölfunde von 1930-2050
Quelle: Association for Peak-Oil Studies, ASPO, bitte immer angeben
Man sieht hier sehr schön den Peak der Entdeckungen in den 60ern.
Dies untermauert und verdeutlicht die Thesen 6, 7 und 10.
Man kann allerdings auch sehen - und dies ging mir bei der gleichen Thematik illustriert von anderen Autoren ähnlich - dass die Reserven noch lange nicht aufgebraucht wird, da die Fläche des Entdeckungsdefizits seit 1984 wesentlich kleiner ist als die Fläche des Entdeckungsüberschusses davor.
Somit hätten wir noch Öl.
Dennoch könnte es ( die Ölförderung) zum Beispiel 2005 "Gepeaked" haben.
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Adam Schmidt
Teilnehmer

Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 122
Wohnort: Giessen

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Das soll es für heute zum Einstieg erst mal sein, damit der Thread lesbar bleibt.
Dürfte für Viele - die Meisten? - hier nicht so neu sein, ist aber als Grundlage wichtig.
Eine Diksussion über eine mögliche kybernetische oder Systemsicht des Öls sollte nicht ohne eine Zahlengrundlage, bzw ohne Kenntnis der "klassischen"
Peak Oil Theorie erfolgen.
Daher zunächst die klassische Peak Oil Theorie.
Weiter geht es dann demnächst mit den Schätzungen der 3 Autoren Campbell, Heinberg, Leggett zu den Themen Ölreserven, Peak Oil, Ölende.
Grüße
Fabian
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powertiger
Administrator

Alter: 43
Anmeldungsdatum: 21.02.2007
Beiträge: 1972
Wohnort: Rambach Nordhessen

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| Klasse Arbeit! Weiter so!
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M_B_S
Peak Oil Freak

Alter: 39
Anmeldungsdatum: 20.02.2007
Beiträge: 8844

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_________________ Baut eigene Kraftwerke nach EEG KWK Gesetz! Das ist die richtige Antwort
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Helmut
Peak Oil Freak

Anmeldungsdatum: 21.02.2007
Beiträge: 4649

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Hallo Fabian
Habe natürlich gleich mbs sein Link durchgelesen.
Also: Absolut super!!!
Das ist mit großem Abstand das Beste was ich bisher über Ölpreis im Zusammenhang mit Peakoil gelesen hab.
Deine Abhandlung ist genau das womit ich mich primer beschäftige. Das hört sich jetzt zwar theatralisch an aber das Thema erfüllt mein Leben seit ca. 1 bis 2,5 Jahren mit steigender Tendenz. (Ich weis, das ist schon krank) Natürlich bin ich auch für meine finanziellen Verhältnisse ganz dick mit Call-Optionen am Ölmarkt involviert.
Habe bis jetzt nur deine Abhandlung schnell überflogen. Mir ist aufgefallen, dass sich wohl alle meine Gedanken zum Thema dazu in deiner Analyse wieder finden. Ich konnte meine Schlussfolgerungen aber nicht so systematisch ordnen, dass daraus solche Modelle wurden.
Ich stimme deiner Analyse weitestgehend zu, bei der Eintrittswahrscheinlich tendiere ich aber deutlicher zum Szenario 2 als zu 3.
Eins ist mir aber aufgefallen: Du glaubst reiche Nationen trifft es weniger hart als arme. Habe ich auch immer gedacht. Aber durch den Forumsteilnehmer 722 bin ich darauf gestoßen, dass Ölverbrauch pro Bruttosozialprodukt sich bei armen und reichen Ländern kaum unterscheidet. Natürlich gibt es deutliche Unterschiede bei den einzelnen Länder, z.B. brauchen die ehemaligen Ostblockländer tendenziell mehr Energie pro BSP als westeuropäische Länder. Aber im großen Ganzen tendiere ich dazu zu behaupten, dass es reiche Länder genauso trifft wie arme, weil der Kennwert Ölverbrauch pro BSP ziemlich ausgeglichen ist.
Zu deinen Grafikproblemen:
Ich habe Zahlen in Excel eingegeben und damit Diagramme erzeugt. Diese „Grafik“ dann in Open Office Writer kopiert. Dort dann das Dokument als PDF gespeichert. So und PDF`s lassen sich mit einigen Grafikprogrammen laden und als JPG speichern. Und JPG`s lassen sich zumindest in diesem Forum hochladen.
Tja, hört sich kompliziert an. Aber die größte Arbeit ist nur das Diagramm mit EXEL zu erzeugen.
Womöglich geht es auch leichter und eleganter. Bin leider auch nicht so ein Computernerd.
Edit: Ich bin natürlich extrem gespannt auf deine Preiskalkulationen.
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Arvid
Stammposter (altes Forum)

Alter: 48
Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 951

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Folge dem Link von MBS und Du qwirst die anderen Teile auch schon lesen können.
Arvid
PS.: Wie wäre es, wenn Du einfach eine Screenshot der Grafik machst und diesen dann als jpg oder png speicherst?
Hardcopy kann so ziemlich alles was Du Dir wünscht; ist Freeware (Spende erwünscht) 6,6 MB Download.
Alternative:
Digifoto kann auch so ziemlich alles was Du brauchen könntest.
Jeweils für WIndows, falls Du das nutzt.
Schönen Tag noch,
Arvid
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_________________ ... und wer weiss, vielleicht lernt das Pferd singen
http://tinyurl.com/6qrqw7
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Adam Schmidt
Teilnehmer

Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 122
Wohnort: Giessen

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Hallo MBS!
Du Schlingel! Jetzt hast Dus ja schon verraten .
Immerhin zeigt das, das dies Forum gut informiert ist...
Ich denke ich werde den Aufsatz hier trotzdem weiter posten, damit er hier zu lesen ist. Vielleicht sind auch noch ein paar Sachen zu überarbeiten oder modifizieren.
Desweiteren sollte die Diskussion hier auf den Text auf diesem Forum zugreifen können.
Ich denke hier ist auch wesentlich mehr Wissen als auf wallstreet online, was die Diskussion deutlich spannender macht.
Freundliche Grüße
Fabian
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Adam Schmidt
Teilnehmer

Anmeldungsdatum: 09.08.2007
Beiträge: 122
Wohnort: Giessen

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Hallo Helmut!
Es freut mich sehr, dass Du meine Überlegungen als so schlüssig ansiehst.
Ich konnte selber die Qualität meiner Arbeit kaum einschätzen, bevor nicht auf wallstreet online ein paar Rückmeldungen gekommen waren.
Eigentlich bin ich nur "der Sache nach" logisch gefolgt und habe aus den bakannten Autoren Campbell & Co. und einer riesigen Datensammlung zum Thema Ölsände meine Schlussfolgerungen gezogen. Wenn es mit Deinen parallel geht ist das erfreulich.
Hätte mich jetzt auch nicht völlig überrascht, wenn es schon sehr ausgefeilte mathematische oder kybernetische Modelle zum Ölpreis gäbe.
Dies scheint aber nicht der Fall, das Thema - meinen Eindrücken nach - von der Öffentlichkeit ignoriert, bzw unverstanden, Stichwort "Verschwörung der Tankstellen".
Bei den Szenarien verschiebt sich die Ganze Sache meiner Auffassung nach im Moment eher vom Ruppigen Einpendeln (Szenario 2 ) zu einem labilen Szenario (3.).
Die Entwicklung des Ölpreises der letzten 15 Jahre (!)mit einer Ausgleichsgerade durchzogen entspricht zur Zeit exakt einer Exponentialfunktion.
Ob man aus der Mathematik auf die Realität ableiten kann bleibt natürlich offen, dennoch beeindruckt mich diese extreme Regelhaftigkeit.
Diese lässt mich vermuten, dass der Preis sehr brutal in die empfindliche Zone für die Wirtschaft stösst.
Dies würde bedeuten, es kommt nicht nur zu Spareffekten der Nachfrage, sondern zu starker Zerstörung von Nachfrage=Wirtschaft.
Zu der Frage der reichen vs. arme Nationen. Vielleicht ein Mißverständniss.
Ich glaube nicht, dass Reiche Nationen pro Produktionseinheit weniger Öl verbrauchen - was Du ja wiederlegst - sondern, dass sie sich den Spaß einer hochenergiewirtschaft länger leisten können.
Das heisst, wenn Flüge für Afrikaner (die meisten) unbezahlbar werden, geht das in Europa noch, nur teurer.
Das letzte Öl bekommt wohl wer am besten zahlt.
Danke auch für Deine Graphikhilfen. Das ist etwas was mich schon ein bisschen ärgert: ich habe einen sehr differenzierten Ansatz und kann es teils einfach nicht graphisch/technisch umsetzen, habe teils einfach handgezeichnetes Material. Ärgerlich. Daran muss ich noch arbeiten.
Die erste Preiskalkulation existiert schon, für das labile Szenario. Sieht schlimm aus von den Konsequenzen für die Wirtschaft.
Grüße
Fabian
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