Energie von der Sonne, Photovoltaik bis Aufwindkraftwerke

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von Markus
#96275
[Ausnahmsweise im Vollzitat, da vom Herausgeber ausdrücklich zugestanden]


Eine Studie des Fraunhofer ISE beleuchtet die Stromgestehungskosten von verschiedenen Erneuerbaren Energien und zeigt die zukünftige Entwicklung auf. Was kostet aktuell der Strom einer PV-Anlage bei uns? Und was in Gegenden mit höherer Sonneneinstrahlung? Wie entwickeln sich die Stromkosten verschiedener Techniken in den kommenden Jahren?


Bild
[ Zahlenangaben in Grafik beziehen sich vermutlich auf Volllaststunden, Markus]

Diese Fragen stellten sich Christoph Kost und Thomas Schlegl vom Fraunhofer ISE in Freiburg und erstellten dazu eine wissenschaftliche Studie. Als Grundlage wurden Anlagenpreise des 3. Quartals 2010 herangezogen. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Dezember des vergangenen Jahres. Neben der Ist-Analyse werden in der Studie Modellrechnungen zur Fortschreibung der Kostenentwicklung entworfen und damit ein wirtschaftlicher Vergleich der verschiedenen Techniken auch für die Zukunft möglich. Die Stromgestehungskosten werden bis ins Jahr 2030 prognostiziert.



Zur Untersuchung stehen die folgenden Techniken: kleine, mittelgroße und große Photovoltaik-Anlagen (bis 10 kWp – zwischen 10 und 100 kWp – Freilandanlagen >100 kWp), solarthermische Großkraftwerke mit und ohne Speicher (an sonnigen Standorten), und Windkraft Onshore (1–2 MW) und Offshore (3–5 MW).



Die Höhe der Stromgestehungskosten bei Erneuerbaren Energien hängt von folgenden Parametern maßgeblich ab:


•den spezifischen Anschaffungskosten für Bau und Installation,
•den Strahlungs- bzw. Windverhältnissen am Standort,
•den Betriebskosten (fix und variabel),
•der Lebensdauer der Anlage,
•den Finanzierungskosten des Projektes.



Dabei legen die Autoren der Berechnung für Photovoltaik-Anlagen einige Eckdaten zu Grunde, darunter eine Betriebsdauer von 20 Jahren, ein Eigenkapital-Anteil von 30% für die Finanzierung, ein Fremdkapitalzins von 5 % und eine Eigenkapitalrendite von 10%. Zu Beginn der Anlagenlaufzeit werden 1,3% der Investition als jährliche Betriebskosten angesetzt und über die Jahre mit einer Preissteigerung von 2% pro Jahr versehen. Eine Absenkung der jährlichen Stromerzeugung wird mit 0,3% p.a. angenommen.



http://www.sonnenenergie.de/index.php?i ... ews%5D=118
von Nutzer
#96295
Es fehlen Speicher- / Backup- ( z. B. in der Nacht und bei Windausfall ) und bei einigen die Trasseninvestitionskosten . So hinkt der Vergleich .
N.
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von Helmut
#96309
Nutzer hat geschrieben:Es fehlen Speicher- / Backup- ( z. B. in der Nacht und bei Windausfall ) und bei einigen die Trasseninvestitionskosten . So hinkt der Vergleich .
N.

Nein, der hinkt nicht!
Es geht um die Stromgestehungskosten. Man darf das nicht aus der deutschen Perspektive sehen wo man mit EE den zweiten vor dem ersten Schritt (aufbauen bevor es wirtschaftlich ist) gemacht hat und schon einen sehr hohen Anteil an Wind und Solarstrom hat.

Jetzt ist vor allem für Photovoltaik erst einmal ein riesiger Markt da in Ländern mit viel Sonne und hohen Verbrauch durch Klimaanlagen. Dort kann ein sehr hoher Teil EE ins Netz fließen bevor man über Speicher und Netzerweiterung überhaupt erst nachdenken muss.

Gruß Helmut
von Nutzer
#96324
Helmut hat geschrieben:
Nutzer hat geschrieben:Es fehlen Speicher- / Backup- ( z. B. in der Nacht und bei Windausfall ) und bei einigen die Trasseninvestitionskosten . So hinkt der Vergleich .
N.

Nein, der hinkt nicht!
Es geht um die Stromgestehungskosten. Man darf das nicht aus der deutschen Perspektive sehen wo man mit EE den zweiten vor dem ersten Schritt (aufbauen bevor es wirtschaftlich ist) gemacht hat und schon einen sehr hohen Anteil an Wind und Solarstrom hat.

Jetzt ist vor allem für Photovoltaik erst einmal ein riesiger Markt da in Ländern mit viel Sonne und hohen Verbrauch durch Klimaanlagen. Dort kann ein sehr hoher Teil EE ins Netz fließen bevor man über Speicher und Netzerweiterung überhaupt erst nachdenken muss.

Gruß Helmut
Auch in südlichen Ländern stellt sich für inkonstante EE bei einem relevantem Anteil die kostspielige Backupfrage die dann FE bei sinkenden Umsätzen am Hals hat . Backupkosten gehören in jede Rechnung rein auch wenn Solar im Süden weniger als Wind schwankt . Aber FE muß kostspielige Kapazitäten für inkonstante EE vorhalten bei dazu noch rückläufigen Umsätzen .
N.
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von Helmut
#96329
Nutzer hat geschrieben:Auch in südlichen Ländern stellt sich für inkonstante EE bei einem relevantem Anteil die kostspielige Backupfrage die dann FE bei sinkenden Umsätzen am Hals hat .

Ganz prinzipiell hast du natürlich recht.
Aber in vielen Ländern passt die Photovoltaik zur Spitzenlast. Die FE-Kraftwerke können mit mehr Solarstrom dann mit einer höheren Auslastung betrieben werden. Und da der Stromverbrauch dort (z.B. am persischen Golf) so oder so enorm steigt, sind deine „Backupkosten“ tendenziell negativ. Also mit jeder kWh Photovoltaik zusätzlich verbilligt sich auch der FE Anteil.
Bis sich dieses durch sehr hohen EE-Anteil doch wieder umkehrt, ist noch lange hin. Auf halben Weg kann man dann noch mal diskutieren. :wink:

Gruß Helmut
#96360
Helmut hat geschrieben:.. Aber in vielen Ländern passt die Photovoltaik zur Spitzenlast...


Mittags sicher ( Klimaanlagen , Kochen usw. ) aber hier z. B. die Kurve für Spanien https://demanda.ree.es/demandaEng.html .

Da haben wir abends einen fast gleich hohen Verbrauch wie mittags aber keine Fotovoltaik mehr und bei Windstille auch keinen Windstrom mehr - also NULL . Also muß FE bei tagsüber rückläufigen Umsätzen dennoch weiterhin für abends die volle Kapazität vorhalten . Die Backupkosten verlagert EE also elegant zu FE und nimmt der noch den Verdienst . Insofern müssen diese Vorhaltekosten der inkonstanten EE dazu gerechnet werden .

N.
von lordhasen
#96362
Also Null würde ich nicht sagen es gibt immerhin Biogas und Geothermi . Man könnte vielleicht Biogas nur dan verwenden wenn Wind und Sonne Ausfallen .
#96363
Nutzer hat geschrieben:
Da haben wir abends einen fast gleich hohen Verbrauch wie mittags aber keine Fotovoltaik mehr und bei Windstille auch keinen Windstrom mehr - also NULL .

N.


Deshalb ja gibts es Projekte wie Andasol 1-3. Solarthermie mit Salzspeicher, diese Karftwerke sind grundlastfähig!
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von AlexP
#96364
Bonsai hat geschrieben:Deshalb ja gibts es Projekte wie Andasol 1-3. Solarthermie mit Salzspeicher, diese Karftwerke sind grundlastfähig!


Ich halte es für sinnvoller Gaskraftwerke auszubauen, jetzt gibt es noch genug
Gas, die Infrastruktur ist vorhanden. Schrittweise kann man EE-Gas einspeisen.
Neben der Energiespeicherung ist Gas deshalb interessant, weil man es statt
Erdöl für viele Produkte einsetzen kann. Kann man die Akku-Problematik
von Autos nicht wirtschaftlich lösen, baut man Gas-Autos mit kleinem Akku.

Der Weg über Gas scheint mir der sicherste Übergang von Öl/Atom hin zu
einer reinen EE-Lösung, ohne große Investitionen oder Zeitverlust, weil die
Infrastruktur schon da ist. Und es geht auch als Insellösung/regional, sodass
man auf komplexe Lösungen von Politik oder Konzernen zur Not verzichten
kann.

cu AlexP
#96373
Bonsai hat geschrieben:.. Solarthermie mit Salzspeicher, diese Karftwerke sind grundlastfähig!


Es ging um den unerlaubten Kostenvergleich von FE mit inkonstanter EE ohne Speicher ( Fotovoltaik , Wind usw. ohne Speicher ) wo FE die Backupkosten bei gleichzeitiger Umsatzminderung in Rechnung gestellt wird . Spanien zeigt abends praktisch die gleiche Last wie mittags . Bei Windstille und Dunkelheit muß dann aber doch FE in voller Ausbaustufe aufgebaut und vorgehalten werden und gehört damit in die EE-Kosten mit rein .

EE mit Speicher ( praktisch kaum vorhanden ) ist natürlich direkt mit FE im Preis vergeichbar . So wie oben angeführt geht es aber nicht .

@AP Aufs Gas ( egal ob Bio- oder Erdgas ) werden sich alle stürzen einschl. der Chemieindustrie . Da muß der Überschussstrom umgewandelt werden .

N.
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von Helmut
#97072
Es kommt wohl eine stärkere Absenkung der PV Einspeisetarife:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 36,00.html
Ich vermute die Absenkung von 3 auf 5 Prozentpunkte pro zusätzlich zugebauten 1000 Megawatt wird die Flut trotzdem nicht stoppen können. Aber immerhin ist das der Weg der Vernunft.

Ich finde es wäre besser noch brutaler die Tarife abzusenken. Das wäre volkswirtschaftlich sinnvoller als der Deckel. Die Solarteure (kleine Handwerksbetriebe die die Anlagen errichten) könnten ja ruhig auch mal ein Vierteljahr verschnaufen wenn die Absenkung tatsächlich mal wirksam ihren Umsatz senkt. Das wäre besser als ihnen mit einem Schlag die Geschäftsgrundlage per Deckel zu entziehen.
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von powertiger
#97075
Interessant wäre mal zu forschen wieviel Prozent der Anlagen von Solateuren, PV Vertriebsleuten, also Branchen intern gebaut werden.

7 von 10 Leuten die mein Dach haben wollten waren Brancheninsider und wollten eine Eigenanlage bauen. ("Für die Rente")
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